Donnerstag, 2. März 2017

Fortsetzung folgt...

"Ich weiss es ist schwer zu erklären, wie durcheinander du dich fühlst.
Hoffst, dass das was du brauchst sich hinter jeder Tür befindet.
Jedes mal wenn Du verletzt wirst will ich nicht, dass du dich änderst
Denn jeder hat Hoffnungen
Du bist immerhin nur ein Mensch.

Das Gefühl, dass du manchmal hast und du dir wünschst du wärst jemand anderes
Wenn du dich fühlst, als gehörtest Du nicht dazu.
Dieses Gefühl ist nicht Traurigkeit, dieses Gefühl ist nicht Freude,
ich verstehe es wahrhaftig. Bitte weine jetzt nicht."
...es ist wahrhaftig merkwürdig zu sehen, wie sich die Wörter, verfasst aus meiner eigenen Feder, wieder Buchstabe für Buchstabe aneinander reihen. Es ist lange her, dass ich schreiben konnte/wollte. Dieser Blog hat schon eine zentimeterdicke Schicht angesetzt, die es zu beseitigen gilt. 
Vor ein paar Tagen lag ich abends im Bett und war nicht gerade in der tollsten Verfassung, in der ein Mensch sein kann. Ich kann es nicht einmal genau beschreiben. Vielleicht ist Melancholie das richtige Wort dafür. Zumindestens ist es ein Oberbegriff, der meinen Gefühlszustand recht treffend zusammenfasst. 
Jedenfalls bin ich aus reiner Neugier auf meinen Blog gegangen, um mir meine eigenen Beiträge durchzulesen. Ich fand es äußerst interessant. Das Gefühl war merkwürdig: Als würde mir jemand Beiträge einer Person vorlesen, die ich Jahre kenne, aber zu der ich noch keinen richtigen Draht gefunden habe. Als würde ich mit dieser Person nicht auf einen Nenner kommen. Ich schätze das spiegelt gut die Zeit wider, die seit meinem letzten Eintrag in diesen Blog verstrichen ist. Irgendwie identifiziere ich mich noch mit den Einträgen, im größten Maße, aber auf der anderen Seite fühlt es sich an, als lägen diese Zeilen schon jahrelang in einem Archiv, welches einmal geschlossen wurde und nun wieder neu bestückt wird. Zumindestens ist dies meine Intention.

Nun, was soll ich sagen?
Es ist einiges passiert.
Der letzte Eintrag von mir in diesem Blog wurde ein paar Tage nach meinem 21. Geburtstag und dem 2. Bundeswehreinsatzes meines Freundes verfasst. Rückblickend ist es sehr traurig, dass ich das Einsatztagesbuch, welches ich im Jahr 2013 angefangen habe, für das Jahr 2015 nicht fortgeführt habe. Aber soweit ich mich entsinnen kann, habe ich auf meinem Laptop eine Art Tagebuch geführt, welches ich vielleicht rückwirkend in dieser Rubrik nachfügen möchte. Dort sind einige Emotionen verankert, denn dieser Einsatz war hart. Nicht das Vermissen war das Schlimmste. Nein. Im August 2015 ist mein ältester Bruder beinahe tötlich verunglückt. Er hatte großes Glück. Nun darf er zweimal im Jahr Geburtstag feiern. Es folgten harte Monate, viele Krankenhausbesuche, die mir extrem an die Substanz gingen, auch wenn ich es nach außen hin nie wirklich gezeigt habe. Ich versuchte immer die Kontrolle zu bewahren. Rückblickend betrachtet war dies nicht immer die beste Entscheidung, da ich das Gefühl habe, dass es mich noch heute verfolgt. In manchen Situationen werden die Gefühle, die ich im Moment nach dem Anruf, den meine Mutter am Abend des 28.08.2015 entgegenahm, wieder gefühlt wie damals... Näheres dazu werde ich in den nachfolgenden Blogeinträgen erwähnen...

Allgemein befinde ich mich momentan in einem emotionalen Chaos. 
Ausbildung als Sozialassistentin abgeschlossen.
Ausbildungsbeginn im September 2015
WG- Leben
Am 1. März 2016 bezogen wir unsere erste gemeinsame Wohnung im schönen Leipzig. Im Mai kam dann noch spontan Hundezuwachs ins Haus!

Samstag, 31. Januar 2015

Ich möchte nicht noch einmal 16 sein!

Bevor ich das eigentliche Thema dieses Blogposts anschneide, möchte ich erst einmal sagen:  
Es ist schön wieder hier zu sein... 
Nachdem ich gedanklich bestimmt hunderte Male angefangen hatte einen Blogeintrag zu verfassen, tue ich es nun endlich wirklich wieder! Und ich freue mich. Anscheinend meldet sich das lyrische Ich in mir wieder zurück und möchte gerne zurück an die Oberfläche. Warum dies nun fast ein Jahr gedauert hat? Ich kann es nicht genau sagen. Ich hatte eine Blockade. Diese löst sich nun anscheinend auf. Vielleicht hat das etwas mit den vielen Veränderungen zu tun, die in meinem Leben eingetreten sind?!
Schon komisch sich wieder selbst dabei zu spüren, wie man seine Gedanken niederschreibt. Schätzungsweise fehlt mir die Übung. Drum seid mir wegen allzu wirren Gedanken und Textpassagen nicht böse. Ich muss mich erst wieder in das Schreiben hineinfinden. Hoffentlich gebe ich mir dafür selbst die Zeit und nehme es ernst, dass mein Kopf sich wieder zurückmelden möchte. Ich denke ich habe die Pause vom Schreiben einfach gebraucht. Viel einfacher wäre es gewesen, wenn man Gedanken aufnehmen und sie als Texte umwandeln könnte. In meinem Kopf gab es dafür nämlich Stoff genug. Vielleicht musste ich erst einmal umsortieren. Vielleicht, vielleicht, vielleicht...

Wie ich bereits in der oberen Textpassage erwähnt habe, hat sich in den letzten Monaten schon einiges geändert. Und es ist positiv. Wirklich sehr positiv!
Ich habe vor über einem Jahr eine Ausbildung zur Sozialassistentin begonnen, herausgestellt hat sich dadurch, in welche Richtung in einmal gehen möchte. Nun bin ich fast mit der Ausbildung am Ende und eigentlich sehr sicher, wo ich einmal hin möchte. Es werden sich, laut meinen Plänen momentan, noch  3 Jahre Ausbildung zusätzlich anschließen. Es fühlt sich richtig und gleichzeitig falsch an. Irgendeinen Weg muss man einschlagen. Ich bin sehr glücklich, dass ich diese Wege nicht alleine gehe, da ich immer noch einen wundervollen Menschen an meiner Seite habe. Wir sind glücklich miteinander wie eh und je. Und das fühlt sich so großartig an, waren die Zweifel anfangs doch so überschwänglich groß. Seit Oktober letzten Jahres trage ich sogar einen Ring am Finger. Kurz: Ja ich bin glücklich! Und ich kann mir momentan nicht vorstellen, wie es wäre, wenn dieser tolle Mann plötzlich wieder aus meinem Leben verschwinden würde. Unglücklicherweise muss ich auch die Kehrseite der Medaille betrachten: In irgendeiner Weise wird er "verschwinden". Uns stehen nämlich 4- 5 Monate Auslandseinsatz bevor. Ich war naiv zu glauben, dass Afghanistan unsere letzte Etappe wäre. Nun folgt der 2. Part. Ich sehe dem Ganzen sehr ängstlich entgegen, weiß allerdings, was man mit Liebe schaffen kann! So gut es geht schiebe ich die Gedanken noch beiseite, aber die Nächte quälen mich. Der Einsatz ist geplant für Mitte des Jahres. Wir lassen uns überraschen. Wie gesagt: Ich habe Angst. Ich weiß was mich erwartet, ich bin stark. Das weiß ich!
Familientechnisch hat sich auch einiges gedreht. Auf einmal scheint Frieden pur zu sein. Nach über drei Jahren scheinen sie wohl doch endlich gelernt zu haben was Toleranz und Akzeptanz bedeutet. Zumindestens wirkt es oberflächlich so. Aber solange der Frieden bleibt, werde ich mich nicht darüber beschweren. Sollte ich nicht. Ich versuche es! An anderer Stelle dazu mehr.
 "Kontinuierlichkeit zahlt sich aus. Und man sieht, dass es bei euch beiden irgendwie funktioniert." -Papa

Nun aber zum eigentlichen Thema, welches ich im Titen aufgreife: Ich möchte nicht noch einmal 16 sein! Warum diese Gedanken?
Nach über einem Monat bin ich wieder mal zu Hause. Und ich habe mir schon seit Ewigkeiten vorgenommen mein Zimmer auszumisten. Damit habe ich vorgestern endlich begonnen und bin auch sehr froh darüber. Während des Aufräumens fiel mir ein Pappkarton in die Hand und wie es so oft ist, wenn einem soetwas "begegnet", setzt man sich für ein paar ruhige Minuten aufs Bett. So habe ich es getan. In diesem Karton lagen ganz viele Postkarten, Briefe und kleine Geschenke von früher. Auch Bilder, Fotos. Beim Durchforsten des Kartons hatte ich eine Art Flashback. Ich habe mich zurückversetzt in die Zeit, in der ich noch wesentlich jünger war als jetzt: 5- 6 Jahre zurück. Ich konnte mich daran erinnern, wie wir damals Briefe geschrieben haben und uns Bücher mit Notizen hin und her reichten und kleine geheime Nachrichten schrieben. Beim Durchlesen dieser Nachrichten merkte ich erst einmal, welche vermeintlichen "Probleme" auf unseren damaligen Schultern lasteten, die heute null und nichtig sind. Über dieser Art von Problemen würde ich heute nur noch lachen oder sie gar mit einer abfälligen Handbewegung beiseite schieben und nie wieder darüber nachdenken. Ich erinnere mich auch genau an diese Gefühle, die ich mit 15/16 Jahren hatte und weiß: Es ist so unrelevant, aber bedeutete mir zu dieser Zeit die Welt.
Nachdem alles aus dem Karton herausgenommen und angesehen hatte, kam ich zu dem Entschluss: Ich möchte nicht noch einmal 16 sein. Ich möchte nicht wieder zu dieser Zeit, möchte mich nicht mehr mit den kindlichen Problemen herumschlagen, welche mich damals so vermeintlich fertig gemacht haben. Ich war ein Kind, auch wenn ich mich groß fühlte und vielleicht auch wesentlich reifer im Kopf war, als vielleicht andere heutzutage in diesem Alter. Aber wo war ich ein Mensch, der eigene Entscheidungen treffen wollte oder gar konnte? Wo hat es mich hingebracht? Was hat sich geändert. Wer war ich?
Mit mittlerweile 21 Jahren merke ich, dass ich noch längst nicht dort angekommen bin, wo ich einmal stehen werde, aber ich gelange immer mehr dorthin... ich bin ein Mensch, der eigene Entscheidungen trifft und auch treffen muss, der eigenverantwortlich ist für seine Fehler, der sein Leben in die Richtung lenken wird, in die er es für richtig hält. Keiner kann mir diesen Weg abnehmen, aber genau dafür bin ich so dankbar: Ich kann ein selbstständiger Mensch sein, der sich ausprobiert und dessen Weg für ihn der Richtige werden kann, weil er es so möchte!

Montag, 3. Februar 2014

"Wir könnten uns wehren, wir beide du und ich...


"Woher nimmt man Spaß am Leben, wenn der Umstand grässlich ist?
Wozu soll ich Rausch vermeiden unveränderbare Welt?"


Es ist furchtbar und ich weiß nicht wohin,
ich weiß einfach nicht wohin mit diesem Gefühl,
dass sich wieder in mir ausbreitet. 
Deswegen MUSS ich schreiben, ansonsten komme ich nicht klar, nicht zurecht mit mir selbst.
Seit gestern bin ich wieder zu Hause- Ich hatte mich auch gefreut wieder hier zu sein, irgendwie. Und es ist auch nichts passiert, was ausgelöst haben könnte, dass ich mich so leer fühle, aber ich kann mich hier nicht mehr zu tausend Prozent wohlfühlen. Es geht einfach nicht.
Am liebsten würde ich ausbrechen, ganz weit raus von hier.
Ich fühl mich überfordert, wenn hier alle um mich herum etwas von mir verlangen. Sei es auch nur eine Kleinigkeit. Anscheinend hatte ich zu lange meine Ruhe und muss mich erst wieder umgewöhnen, was ich aber aus verschiedenen Gründen nicht möchte. Vielleicht kann ich's aber auch einfach nicht mehr.
Alles ist so anders.
Wir haben uns gestern erst am Bahnhof getrennt und der Abschied war schwer. Ich weiß nicht genau warum. Vermutlich weil ich nicht ahnen konnte, wann ich dich wiedersehen werde. Ich möchte nirgendswo anders hin. Ich will nur noch zu dir... Ich fühl mich allein, hab gestern oft geweint und noch immer bin ich empfindlich, wenn ich dein Parfüm rieche.Ich fühle mich wie ausgewechselt. Du, als Teil von mir, fehlst einfach um mich zu komplettieren.
Schon gestern im Zug habe ich mit mir gerungen.
Ich wünschte die Umstände wären anders, ich will dich wieder bei mir haben, mit dir zusammen sein und nicht hier, auch wenn dies mein "Zuhause" ist, nur so viel weniger, als du es bist.
Du fehlst mir einfach- mit jedem meiner Schritte!

Vielleicht wäre es auch einfach nicht mehr so schwer, wenn hier alles in Ordnung wäre...


Zitate aus den Songtexten von: Tim Bendzko- Ich laufe und Diamondoftears- Unter Tage

Dienstag, 2. Juli 2013

Erschreckend

Es ist als würde es mich verfolgen. Wenn ich davon anfange zu schreiben, hört es sich an, als sei ich abhängig. Aber um Gottes Willen, dass bin ich kein Stück, aber seit dem letzten Wochenende hebe ich mir selbst gegenüber den mahnenden Zeigefinger. 
Worum es geht? Thematik ist der Alkoholonsum. Ich habe mir persönlich darüber noch nicht großartig Gedanken gemacht, doch seit einigen Tagen möchte es nicht mehr aus meinem Kopf. Paradoxerweise sitze ich hier gerade mit einem Glässchen Sekt. Nichts schlimmes, aber definitiv überdenkenswert, was jetzt folgt. Ich mag meine Gedanken gerne äußern. 
Mir geht es sehr gut, mir ging es auch vom Alkohol noch nicht so schlecht, dass ich meinen Körper nicht mehr unter Kontrolle hatte oder sogar einen Filmriss durchmachen musste. Aber ich habe es an anderen Menschen gesehen, wie sehr Alkohol den Menschen zerstören kann und wie er es schafft, das man völlig die Kontrolle über sich selbst verliert. Leider musste ich diese Erfahrung letzten Freitag machen und das auch noch in der eigenen Familie und deshalb geht mir dieses Thema einfach nicht mehr aus dem Kopf. Eskalation ist das Einzige, was diesen Tag beschreibt und ich fand es schrecklich. Nicht ich war diejenige, die damit zu kämpfen hatte, sondern die anderen. Vielleicht ist das sogar noch viel schlimmer, da ich nicht steuern konnte, was passiert. Eigentlich hatte ich mir danach geschworen, gar nichts mehr zu trinken, weil ich mich "geekelt" habe vor dieser Situation. Ich war wie unter Schock. Klar mag man jetzt denken: "Aber wieso möchte SIE dann nichts mehr trinken? SIE war doch nicht die, die die Kontrolle verlor." Ja, dass ist richtig, aber ... wie soll ich das beschreiben... Irgendwas hat sich in meinem Kopf getan. Irgendwas, dass mir sagt: "Lass die Finger von diesem Zeug! Du siehst, dass es nichts gutes anrichtet!", wie ein Schalter der sich umlegt. Es hat mich so erschreckt und beängstigt. Vielleicht werde ich noch dadurch bestärkt, dass mein Freund dem Alkohol auch komplett abgeschworen hat und auch gar keinen mehr trinken möchte. Nicht, weil er über die Strenge geschlagen hat, sondern weil er für sich selbst entschieden hat, gesünder leben zu wollen und da spielt Alkohol eben nicht mit hinein. Klar, ein Glas Wein oder Sekt hier und da ist keinesfalls verwerflich, aber mir hat diese Schlüsselsituation vom Freitag gezeigt, dass ich kürzer trete, auch wenn ich so schon nicht so viel Alkohol trinke. Leider kann ich dadurch nicht vermeiden, dass andere die Kontrolle über sich selbst verlieren, so sehr ich es mir auch wünsche... Aber ich weiß: So möchte ich nicht werden. In Zukunft werde ich wohl öfter darüber nachdenken, wenn ich mir ein Glässchen gönne, es bewusster genießen und seltener!

Freitag, 21. Juni 2013

40°C im Schatten

...beinahe! Heute ist es etwas kühler, aber in den letzten 2-3 Tagen hielt der Rekordsommer bei uns Einzug. Und wir beschweren uns. Dafür sind wir Menschen: Jammern, jammern, jammern... Im Winter ist es zu kalt und im Sommer zu heiß. Ich finde es angenehm und schön. Endlich kann man wieder draußen liegen, sich sonnen und herrlich baden gehen. Ich würde mir wünschen, ich würde bräunen dabei, aber auf meiner Haut tut sich nichts, außer das die Sommersprossen auf meiner Haut anfangen zu tanzen. Nun ja, auch nicht schlecht. Man kann eben nicht alles haben. Schade eigentlich! Aber immerhin bin ich kein Mensch, der diese "Pigmentstörung" unbedingt loswerden möchte, ganz im Gegenteil!
Da ich mich heute ziemlich antriebslos fühle dachte ich mir, dass es doch das Beste wäre sich einfach in seinem Zimmer einzusperren und wieder zu schreiben. Theoretisch habe ich viel mitzuteilen doch praktisch kommen mir die Worte nicht einfach über die Finger... dafür umso schneller jedoch in den Kopf! 
Ich könnte wieder zeichnen, um mich ein wenig zu beschäftigen, habe aber Angst, dass ich es verderben könnte, wenn ich mich aufgrund meiner Unlust dazu zwinge. Anfangen könnte ich hier ohnehin nicht, da mein Zimmer momentan mal wieder einer Müllhalde gleicht. Zack! Siehe da! Ich finde gleich wieder einen Grund, es doch besser bleiben zu lassen. Andererseits müsste ich mehr Ehrgeiz entwickeln, habe ich mich doch vor etwa einen Monat voller Tatendrang an eine Zeichnung gesetzt, die ich für den Internationalen Zeichenwettbewerb in Schwedt einreichen möchte... Es soll gut werden und ich möchte zumindestens unter die ersten 800 Künstler kommen, deren Bild veröffentlicht wird. Alles andere ergibt sich dann wohl... 
Sicherlich ergibt sich hieraus dann auch die Möglichkeit, meinen Kopf ein wenig zu säubern... Meine Gedanken überschlagen sich nämlich wieder einmal und ich hasse, dass ich diese Gefühle nie derartig zum Ausdruck bringen kann, wie ich möchte!



Montag, 3. Juni 2013

...

Wenn mir schon kein Titel einfällt für diesen Eintrag....

Ich krieg's also nicht hin einen geeigneten Titel zu finden,
Ich krieg's nicht hin, aufzuräumen,
Ich krieg's nicht hin, mich an kleinen Dingen zu erfreuen,
Ich krieg's nicht hin, etwas anständiges auf's Papier zu bringen,
Ich krieg's nicht hin, nicht überfordert mit kleinen Dinge zu sein,
Ich krieg's nicht hin, mich auf mehrere Dinge gleichzeitig zu konzentrieren,
Ich krieg's nicht hin, Menschen manchmal nicht ungerecht zu behandeln,
Ich krieg's nicht hin, ihn nicht zu vermissen,
Ich krieg's nicht hin, meine Zeit sinnvoll zu planen,
Ich krieg's nicht hin, nicht überzureagieren,
Ich krieg's nicht hin, abends ohne Tränen im Bett zu liegen,
Ich krieg's nicht hin, mal positiv zu denken,
Ich krieg's nicht hin, mich gut zu fühlen,
Ich krieg's nicht hin, nicht traurig zu sein...



Ich krieg's nicht mal hin, hier etwas ordentliches zu verfassen, obwohl ich tausend Dinge im Kopf habe, die mich beschäftigen...Ich schaff's einfach nicht. Stattdessen folgt hier diese sinnlose Aneinanderreihung. So sieht's momentan in mir drinnen aus und noch schlimmer.
Und schon nach diesem Satz ist Leere und Fülle gleichzeitig in mir. Ich will mich mitteilen, aber da kommt nichts zum Vorschein... Ich könnte durchdrehen!

Montag, 27. Mai 2013

...denn jeder kämpft nur noch für sich alleine

Schmerzvoll,
sich selbst zu fangen und nicht mehr freigeben zu können,
weil man sich immer weiter in deinem Wesen verstrickt.
Der Tag wird nicht besser als die Nacht
und das Warten lässt mich verenden.
Lass mich nochmal zurück,
so löse ich mich vollends auf,
muss mich nicht mehr herumschlagen mit all den gesichtlosen Geistern.
Das ist, was ich tue, mich stetig verschlingen in endlosen Szenarien
all dieser gesichtlosen Geister!
Und es zerrt so sehr an mir,
nie ein Ende darin finden zu können,
dir nicht Gegenwart zu leisten.
Und es zerreißt die Hoffnung, wie Pergament.
Ich lerne, dass Stille manchmal alles ist, was man braucht
und doch ist sie auch all das, was alles mit dir zerstört!
Ich leide,
nicht nur für mich selbst,

denn es geht um dich!
Und das Beste daran: Niemanden interessiert's,
denn jeder kämpft nur für sich alleine...


Sonntag, 21. April 2013

Befreiungsschlag

Eigentlich sitze ich gerade über meinem Geschichtshefter, um für die morgige Abiturprüfung zu lernen. Ich habe zwar so gut wie alles im Kopf, aber klare Zusammenhänge kann ich nicht fassen. Da es eh keinen Sinn zu machen scheint, wollte ich meinen momentanten Gemütszustand gerne wieder niederschreiben, da mir eigentlich erst vorhin bewusst wurde, dass ich mich um etliches befreiter fühle! 
Wenn ich nämlich nach vorne schaue, sehe ich da kaum noch große Brocken, die weggeräumt werden müssten, weil sie mir den Weg versperren. Nein, ganz im Gegenteil sogar. Mein Herz erleichtert sich gerade um etliche Kilogramm und mein Kopf, ja der denkt zwar immer noch viel zu viel nach, (vor allem abends wenn ich im Bett liege und eigentlich schlafen möchte!) aber ansonsten fallen momentan einige Lasten von meinen Schultern. Gerade hinsichtlich meines weiteren Werdeganges. Zwar ist die Richtung, die ich wohl im September einschlagen möchte nicht gerade das Tausendprozentige, dass ich mir ausgemalt habe, (höher, besser, schneller, weiter!) aber es erleichtert mir den Weg momentan ungemein weil es so herrlich unkompliziert ist. Ich habe zwar ein wenig Angst, ob ich diese Entscheidung im Nachhinein fürchterlich bereuern werde, aber das kann ich ja erst beurteilen, wenn ich schon eine Weile damit zurechtkommen musste. 
Was meinen Kopf momentan auch so unbeschwert sein lässt ist außerdem die Tatsache, dass man sich endlich wieder draußen aufhalten kann, weil es so herrlich warm und sommerlich draußen ist. Endlich werden die Tage wieder länger und die Beschäftigungen schöner.
Ich bin gespannt, was die nächste Zeit so mit sich bringen wird. Um mein Gewissen zu beruhigen, werde ich mich jetzt noch einmal über meine Prüfungsvorbereitung setzen und für morgen hoffen, dass ich es doch besser hinbekomme, als es sich momentan anfühlt.

Sonntag, 27. Januar 2013

Schreibtherapie

...oder auch Seelentherapie.
Ich hasse diese Blicke, die ausdrücken wollen: "Hey, was ist denn los?" Diese gespielt bemitleidenen Blicke ohne das ich meinen Gemütszustand großartig wie einen Fächer vor ihnen ausbreitete.
Was ist nur los mit mir? 
Es ist ein Tag, den ich aus dem Kalender streichen möchte.
So ein Missmut macht sich in mir breit. Die kleinsten Dinge bringen mich zum Kochen und ich fühle mich vernachlässigt, überfordert. Gründe? Die muss ich dazu nicht haben. Obwohl es da tief in mir versteckt welche geben würde. Darüber muss ich allerdings nicht nachdenken, denn diese gibt es immer ohne das ich danach suchen muss. Ich habe das Bedürfnis mich einfach ins Bett zu legen, diese Woche verstreichen zu lassen ohne einen einzigen Fuß vor die Türe zu setzen. 
Totale Abkapselung obwohl sie gerade jetzt nicht das wäre, was ich mir wünsche- oder andere. Aber so ist das nun mal. Graue Tage gibt es viele im Jahr. Einmal mehr, einmal weniger. Was stört's.



Sich desöfteren zu verschließen ist wohl die beste Art und Weise, um andere von sich abzuwehren. Nur manchmal tut man dies unbewusst und drückt die Menschen von sich fort, die man liebt. Aber sie tuen es oftmals nicht anders. Da kenne ich viele. Sie tun mir öfter weh als ich ihnen. Also warum sollte es mir verwehrt bleiben sie nicht auch einfach bewusst zu verletzen, wenn sie es doch so sehr verdienen.
Nur Wind von vorne zu kriegen statt Rückenwind führt eben zu solchen Erkenntnissen. Dann sollen sie sich nicht beschweren, wenn es soweit kommt, dass ich meine Umwelt oft komplett von mir abprallen lasse. Ich möchte mich nicht abhängig von anderen machen, die lediglich geben, wenn sie nehmen können! 

"Deine Zeit auf Erden ist beschränkt, also hör auf das Leben der anderen zu leben!"
...andernfalls werde ich später bereuen, dass ich nicht das getan habe, was mein Herz sich immer gewünscht hat.

Dienstag, 22. Januar 2013

Anfang

So oft schon hatte ich mir die Wörter im Kopf fertig zurecht gelegt, um sie zu schreiben, aber als ich dachte ich könnte sie endlich darlegen, raffte ich mich schlussendlich doch nicht dazu auf. Aber jetzt!
Mittlerweile sind schon wieder 22 Tage seit Neujahr vergangen, was mich daran erinnert, dass das vergangene Jahr gefühlt am allerschnellsten von allen bisherigen verstrichen ist. Als Kind kam es einem vor wie eine Ewigkeit- heute nur wie ein Wimpernschlag! Wenn ich an die nächsten Monate denke freue ich mich, dass scheinbar auch dieses kommende Jahr schnell vergehen wird, aber ich habe den Teufel und den Engel auf der Schulter! Das heißt, dass die kommenden sechs Monate vielleicht schnell vorbeigehen werden, aber für jetzt heißt es erst einmal, dass uns auch die Zeit, die wir jetzt noch bis zu diesem "Abschiedstag" haben, aus den Händen rinnt. Das macht mir ein wenig Angst.
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Silvester war wunderschön gewesen! Ich habe so viele liebe Menschen kennengelernt. Der Höhepunkt war Punkt 00.00 Uhr auf dem Dach, umsäumt von den Bergen- direkt im Kessel! Ich habe ihn geküsst und ihm gesagt, dass ich ihn liebe. Und ich habe es aus vollem Herzen gesagt und ihm dabei in die Augen gesehen. Allein dieser Moment war für mich schon magisch genug: Den Menschen um sich haben, den man liebt an einem so besonderen Tag. Zumindestens ist Silvester für mich immer sehr besonders. Meistens werde ich total melancholisch und möchte mich am liebsten verkriechen und am besten alleine sein. Doch dieses Jahr hatte ich nicht einmal die Möglichkeit, dies zu tun. Und auch gar nicht das Bedürfnis danach. Ich hatte genug Ablenkung und die Runde war echt mega toll! Abgesehen davon, dass wir schon recht zeitig, nämlich 3.00 Uhr, wenn ich mich recht erinnern kann, zu Hause waren, war es mein bisher schönstes Silvester überhaupt. Und auch sonst waren es die wohl tollsten Tage des Jahres. Sozusagen war Bayern noch einmal ein absoluter Höhepunkt in diesem sonst so turbolenten Tag. Zwar spät, aber besser als nie!
Nun fühlt es sich an, und es ist auch so, als beginne eine völlig neue Etappe.
Noch neun Tage... 
Eigentlich wollte ich es vermeiden, die Tage bis zum Abflug zu zählen, die uns noch bleiben, aber das Thema ist viel zu allgegenwärtig, um es zu ignorieren. Darüber macht man sich eben Gedanken. Vor allem ich. In diesem Jahr wird so viel neues geschehen und ich hoffe vor allem, dass es gut verläuft, egal welche Richtung wir einschlagen. Hauptsache wir schaffen das auch weiterhin zusammen! Ich bin so gespannt auf die Zeit nach dem Einsatz. Gleichzeitig macht es mich ganz nachdenklich und melancholisch, wenn ich daran denke, dass ich ihn in einer Zeit verabschiede, in der ich ihn nie wieder antreffen werde. In der wir uns nie wieder antreffen werden. Wir verlassen das "Hier und Jetzt" und starten für uns gemeinsam unseren eigenen Weg. Irgendwie. 
So viel geschieht: Sein Abflug, meine Zeit alleine, meine Abiturphase, die wohl sehr von Stress geprägt sein wird, gepaart mit totaler Sehnsucht nach ihm, die Jugendweihe meines Bruders, dann mein Abschluss, den ich leider "alleine feiere"..., meine Bewerbungen, die Einschulung meiner jüngsten Schwester, meine Wohnungssuche, die hoffentlich erfolgreich verläuft, um aus diesem Rattennest zu entfliehen, meine Ausbildung und schlussendlich das Leben mit ihm... Wie sich alles wenden wird, kann nur die Zeit zeigen... Ich hoffe, dass sich meine Wünsche erfüllen. Ich bin gespannt auf das nächste Jahr. 


"Das nächste Jahr beginnt zwar scheiße, aber in der zweiten Hälfte bringen wir es dann zu einem schönen Abschluss zusammen. -17.01.13"

Montag, 10. Dezember 2012

Fragen...

Normalerweise würde ich jetzt schon längst in meinem Bett liegen und seelenruhig schlafen, aber zurzeit ist es mir absolut unmöglich, mich einfach ins Bett zu legen und meine Augen zu schließen, ohne nachzudenken. Mich beschäftigt einfach viel zu viel und daher habe ich mich doch dazu entschieden, den Laptop noch einmal anzuschalten und zu versuchen, mir meine "Last" von der Seele zu schreiben.
Es mag sein, dass dieser Eintrag hier sehr wirr sein mag und es schwer ist, meinen Worten irgendwie zu folgen, aber mir kommt es eigentlich nicht darauf an, was ich schreibe, sondern hauptsächlich das ich es überhaupt schreibe.
In den letzten Nächten fiel es mir unglaublich schwer, einfach gedankenlos in einen erholsamen Schlaf zu fallen: Meine Gedanken kreisen und sie machen es mir teilweise absolut schwer, dann habe ich das Bedürfnis, mir all das, was mich beschäftigt von der Seele zu reden, aber niemand ist da. 
Noch immer frage ich mich, wie ich die Zeit nach dem Einsatz überstehen soll, wie wir das alles bewältigen sollen... ob wir es überhaupt schaffen oder gar schaffen wollen. 
Momentan steht alles auf Anfang und Sämtliches, dass mit diesem Thema zu tun hat und es auch nur im Ansatz berührt, wird schnell wieder beiseite geschoben, aus Angst, man würde sich zu sehr in etwas hineinsteigern, aus dem man nicht so schnell entfliehen kann. Vor ein paar Wochen hieß es noch, dass wir uns mit Gedanken über die bevorstehende Zeit, unsere Momentane nicht verderben sollten, zumindestens jetzt noch nicht. Aber mittlerweile ist es allgegenwärtig und man muss darüber reden, um selber nicht in ein Loch zu fallen und sechs Monate mit offenen Fragen im Kopf umherzuwandeln. Viele meiner wirren Visionen etc. werde ich in Briefform durch die Feldpost verschicken und dies wird wohl auch der wichtigste Bestandteil unserer Kommunikation werden. Wie das Gefühl wohl sein wird, nach Wochen den ersten Brief von ihm in den Händen zu halten? Wird es ihm wohl genauso gehen?
Das wohl sicherste Anzeichen dafür, dass er bald für lange Zeit fort sein wird ist das, dass ich mich bereits jetzt in meinem Zimmer hocken sehe, wie ich ihm Zeilen mit blauer Tinte schreibe. Ist es krankhaft sich bereits jetzt auszumalen, was man schreiben möchte? Woher weiß ich, wie es sein wird?
Außerdem wird das Gefühl des Abschiedes immer beklemmender und es beschäftigt mich bereits seit Monaten in meinen Träumen... immer mal wieder.
Ich frage mich auch immer öfters, wie ich es schaffen werde, dass alles irgendwie gefühlsmäßig zu "überleben". Vielleicht geht es mir ganz anders, als ich es jetzt denke? Alles ganz einfach?
Es ist schrecklich die Gewissheit zu haben, den Menschen gehen zu lassen, für den man so viel getan hat und der einem so am Herzen liegt. Doch noch schrecklicher ist der Fakt, dass ich kaum Menschen kenne, die mir während dieser Zeit wohl den Rücken stärken werden, wenn ich es doch so sehr brauche. Ich muss mich da irgendwie alleine durchkämpfen.
Am liebsten wäre es mir aber vorerst, die Fragen in meinem Kopf loszuwerden, die so viele Zweifel mit sich führen. Wäre es mir in irgendeiner Form möglich, sie zu verbannen.... Ich würde alles dafür geben, dass man sie mir nehme! Doch dafür muss ich ganz alleine sorgen. Ich weiß nicht, ob ich das kann. 
Reicht Willensstärke aus? Durchsetzungsvermögen? 
Mittlerweile macht sich Angst in meinem Bewusstsein breit. Die pure Angst. Hätte ich nur Unterstützung, mir würde so vieles leichter fallen. Vielleicht stürze ich auf mein Unheil zu... aber durch wen wird es verursacht... wenn einem niemand hilft? Es ist schwer, so verdammt schwer...Und je näher der Tag X rückt, umso schlimmer wird das Gefühl, zu versagen und das alles wegwerfen zu müssen....

Ich weiß, wo ich hinwill und doch weiß ich es nicht...



Montag, 19. November 2012

Zur Abwechslung.../Tagträume

...mal ein etwas positiv gestimmer Eintrag.

Mir geht es heute ziemlich gut. Die letzten Tage war das ja eher die Ausnahme, weil es viele Sachen in meinem Kopf gab, die mich sehr belastet haben, die es allerdings immer noch tun, aber womöglich schaffe ich es gerade, diese ein wenig in die hinterste Schublade meines Bewusstseins zu schieben. Ab und zu, und gerade jetzt brauche ich es wohl am meisten, muss auch der Optimist in mir einmal das Licht der Welt erblicken.

"Wir sollten einfach alles, was jetzt kommt auf uns zukommen lassen, weil wir ja eh nichts daran ändern können. Aber wir schaffen das!"



Ja, dass klingt wirklich äußerst optimistisch und dabei soll es auch bleiben,
man zerstört viel zu viel, wenn man sich bereits vorher "sinnlos" den Kopf über Sachen zerbricht, die vielleicht ganz anders kommen werden. Ändern können wir an der Situation momentan doch eh nichts.
Abwarten lautet die Devise. Hoffentlich für die nächsten Monate. Sagt man nicht immer, dass es dummen Menschen immer gut geht? Womöglich deswegen, weil sie gar nicht richtig in der Lage dazu sind, komplexere Gedankengänge in ihrem Kopf abzuspielen. In der Hinsicht würde ich mir manchmal wünschen, dass es mir wie ihnen ginge und ich meinen Kopf abstellen könnte.
Genug, sonst arte ich wieder im Jammern aus.



Tagträume sind mir zurzeit, und auch sonst immer, eine gelungene Abwechslung zum Alltag. Man kann sie selber bestimmen, wenn man sich in schönen Utopien wiederfindet. Die Zeit vergeht schneller und oftmals legt sich ein Lächeln auf's Gesicht, wenn man in schönen Erinnerungen schwelgt. Für mich ein momentan ganz besonders wertvoller Zeitvertreib, der mir auch oftmals ein wenig mehr Hoffnung schenkt, wenn ich sie wirklich gebrauchen kann!

Donnerstag, 15. November 2012

Liebe auf Distanz

Er steht hinter der verspiegelten Scheibe. Er kann sie nicht genau sehen. Sie wirft ihren Mantel auf den Sitz neben sich und drängt wieder zur Tür, dem Strom der Rollkoffer entgegen. Die Tür schließt und der Zug fährt ab. Er steht noch immer am Bahnsteig, während sie ihm eine SMS schicken will, dass, was sie sich immer simsen: "Vermiss dich jetzt schon". Oftmals schreiben sie sich gleichzeitig,
sofort nach dem Abschied, aber dann ist es so, wie es fast immer ist: Kein Empfang.

Sie erkennen einander schon auf dem Bahnsteig, bei der Abfahrt die Küsse bis zur Trillerpfeife, bei der Ankungt die Wartenden, die auf und ab laufen, bis sich aus der Menge jener Mensche löst und man sich endlich wieder in die Arme fällt.


Tag für Tag.

Monat für Monat. 




"Die Distanz verdichtet die Liebe, 

sie konserviert das Gefühl von Verliebtheit. Sie verhindert, dass du täglich in die Kuschelfalle läufst, denn sie lässt dich immer hungrig zurück."


Lautsprecher an und dann "läuft alles parallel", telefonieren und kochen, telefonieren und Geschirr ausräumen, telefonieren und Zähne putzen, mit dem Rechner durch die Wohnung laufen und sich über der Webcam gegenseitig das Chaos zeigen, was vorherrscht: Schmutziges Geschirr, die Wäsche, mein unaufgeräumtes Zimmer, aber auch die schönen Dinge, die man leider nicht hautnah miteinander teilen kann: Die Einrichtung seiner Wohnung und die Berge, mit dem Schnee auf den Gipfeln, die man erblickt, wenn man auf dem Balkon steht.
Leise Worte geformt und ein Lächeln auf seinem Gesicht: Ich liebe dich.

11.50 Uhr. Unterricht. Das Handy zurrt. Eine SMS. Von ihm, natürlich, von wem auch sonst? Ich öffne sie: "Könnte ich mich abseilen, dann wäre ich jetzt in einer Stunde bei dir!
Ein Lächeln legt sich auf meine Lippen und die Sehnsucht auf's Herz, ihn bald wiederzusehen.

In der Fernbeziehung läuft das Leben doppelt: 
in Echtzeit und als Nacherzählung.

Mittwoch, 14. November 2012

Warum?

Warum gibt es die Momente, in denen man sich unsterblich fühlt, glücklich ist, bedingungslos... und warum folgen darauf die Momente der Schwäche, Angst und die Zeit der Tränen?



Mir stellte jemand einmal die Frage, ob es etwas gibt, was ich bereue... etwas, dass ich getan habe, zu Unrecht vielleicht? Mein Antwort... Sie kam verspätet, aber ich sagte: "Nein." Bleibe ich dabei?
Ist es nur der Moment der Schwäche, der mich so denken und fühlen lässt, wie ich es jetzt tue in dieser Sekunde? Ich bin verletzt... ganz tief da, wo das Herz sitzt, weil ich nicht spüre was richtig ist, was je richtig sein wird... Ich denke daran, was ich falsch gemacht habe?
Auch wenn man mich tausendmal verletzt, so wie ihr... denke ich, dass es mir trotz allem leid tut, dass ich euch so Kummer bereite, doch sollte ich eigentlich nie in diese Situation gekommen sein, mich "entscheiden" zu müssen. Ich will mich nicht entscheiden! Ich will mich nicht entscheiden müssen.
Warum kann ich nicht beides haben? Woher kommen auf einmal diese Zweifel? Die Zweifel an allem? Die richtige Entscheidung? Gibt es überhaupt richtig und falsch, wenn doch nicht alle Parteien zufriedengestellt werden können?
Es wird vielleicht nicht für immer sein...Das ist mir bewusst, doch man kann viel dazu beitragen, dass eine besondere Beziehung zu einem Menschen funktioniert... auf Dauer. Nur was, wenn es zum Scheitern verurteilt ist? Nüchternes Urteil. Es kommt so oder so... aber warum muss es das?
Ich hier, du dort. Sehen wir uns in einem Jahr- wunderbar! Sehen wir uns in längerer Hinsicht, stelle ich mich komplett um. Für einen Menschen? Verwehre ich mir selber Chancen? Ist das überhaupt das richtige Denken? Doch wer entscheidet darüber, ob es richtig ist? Ihr? Ich selbst! Kommt es zum Ende so oder so? Egal, wie sehr wir uns bemühen, kämpfen, hoffen, handeln... Ist es dazu bestimmt? Zu scheitern? Wenn nicht heute oder morgen, dann trotzdem in absehbarer Zeit? 
Manchmal ist Liebe nicht genug. Manchmal reicht sie einfach nicht, egal wie sehr man sich bemüht. Kein Schauen durch rosarote Brillen. Diesen Punkt haben wir überwunden. Das ist nicht der Grund für das Zweifeln. Die gesamte Situation scheint auswegslos... ob es nun die anderen kaputtmachen oder wir. Es geht so oder so vorbei... Doch hoffentlich nicht jetzt, nicht jetzt. Gäbe es eine Lösung für all meine Probleme, dann bete ich dafür, dass man sie mir jetzt reicht, denn gerade jetzt brauche ich sie! Eine Patentlösung. Genau jetzt wäre sie essentiell und man könnte an allem vorübergehen. Doch nach all der Zeit und all dem Durchgestandenen wird man das nie können.

Wir können nie einfach an allem was war vorrübergehen.

Sonntag, 11. November 2012

Dein Verstand

"Eines Tages werde ich kommen und dich bereichern. Du wirst mich kennenlernen und ich werde dir die Augen öffnen können mit jedem Tag, den ich an deiner Seite schreiten werde. Vielleicht nimmst du mich nicht unmittelbar wahr, vielleicht begegne ich dir auch nur als ein winzig kleiner funkelnder Regentropfen, der die Fensterscheibe hinab läuft, während du deine kühlen Finger gegen das Glas legst. Vielleicht bin ich auch der helle Sonnenstrahl, der als Erstes durch das dunkle Grau der Regenwolken bricht, wenn das Unwetter vorrübergeht. Vielleicht werde ich da sein, als das leise ermahnende Flüstern in deinem Ohr und dich abends weich in die Kissen legen, damit du schlafen kannst. Über deine Träume werde ich wachen und tagsüber dein Denken und Fühlen bestimmen, dein Wesen zu dem machen, was ich einmal war. Du wirst erstaunt sein, welches Weltbild ich dir offenbare, wenn du dich einmal mehr in scheinbar endlose Diskussionen verstrickst, die durch das Unverständnis anderer Menschen herbeigeführt werden. Vielleicht wirst du mich kennenlernen als den grauen Schleier vor deinen Augen, der deine Sicht auf die Dinge gänzlich verändert, um dir beizustehen. Ich werde dir die Hoffnung wiederbringen und deine Sehnsucht lindern. Ich werde dir den Finger auf deine Lippen legen, wenn ich spüre, dass deine Worte verletzen werden und ich werde die Angst von deinen Augen streichen und dein Wesen stattdessen gänzlich mit Zufriedenheit erfüllen. Vielleicht werde ich es schaffen zu bereinigen, was seit vielen Jahren wie Blei auf deiner Seele liegt.
Eines Tages werde ich kommen und dir klarmachen, wer du bist und das es sich lohnt für das einzustehen, was man liebt, egal wohin der Weg auch führen mag. Du wirst einsehen, dass deine Gedanken und dein Handeln, welche dein früheres Leben bestimmten, nichtig sind und einsehen, dass man die Werte eines Menschen nicht an dem misst, welche Fehler er früher begangen hat, sondern an dem, wie er sich für dich einsetzt und aufrichtig um deine Liebe kämpft!"

Samstag, 3. November 2012

"Moderne" Kommunikationstechnologien...

... sind meiner Meinung nach Fluch und Segen.
So schön es auch ist, jede erdenkliche Entfernung damit zu überbrücken,
ist es genauso schlimm, dass man oft auf diese Art der Kommunikation gezwungenermaßen umsteigen muss,
um überhaupt etwas voneinander zu hören. 
Sich gegenüber zu stehen und sich beim Sprechen in die Augen zu sehen brächte weitaus weniger Missverständnisse mit sich, als mit dem Hörer am Ohr, fluchend im Gedanken, auf dem Bett zu sitzen und sich spät abends noch sämtlichen Frust von der Seele des anderen als Rucksack auf den Rücken zu packen.
Mehr als einmal erlebt!
Mehr als einmal Verdutzheit über die plötzliche Gradwanderung zwischen Freude und Ärgernis!
Leider ist es nicht anders möglich, man muss auf diese Art der Kommunikation via Telefon oder Social Networks umsteigen, wenn man nicht so oft die Chance hat, sich live in Farbe zu sehen. Letzteres hat nämlich den Vorteil, dass man allein schon an der Gestik der Person erkennen kann, wie diese gerade fühlt und man dann die Möglichkeiten darauf hat zu reagieren. 
Am Telefon denke ich mir so oft: Wie gerne würde ich dich jetzt einfach in den Arm nehmen, dir in die Augen sehen und die Situation für diesen Moment ändern,
dich küssen und fühlen, dir über den Kopf streicheln und einfach bei dir sein. Über den Hörer geht das eben nicht und dann entstehen Missverständnisse, weil der andere in seiner Erregung etwas sagt, dass der Empfänger ganz anders aufnimmt, obwohl es auf keinen Fall so gemeint war. Oder vielleicht doch? Natürlich kontert der andere dann auch dementsprechend und somit wären wir wieder bei meinem Ausgangspunkt:
Das Überbrücken der Entfernung ist wunderbar... was könnten wir sonst tun, wenn wir keine anderen Optionen haben?
Andererseits war es mehr als einmal der Grund dafür, wieso manche Verabredungen etc. im Leben jenseits dieser Kommunkationstechnologien gar nicht zustande gekommen wären, bloß weil dem anderen mal wieder eine Laus über die Leber gelaufen ist,
welche schwer zu entfernen ist, wenn man den anderen in diesem Moment nicht fühlen kann!


Montag, 29. Oktober 2012

Was mein Herz unterstreicht...

"Es ist nicht leicht, wird es nie sein.
 Es wird schwer sein. 
 Wir werden jeden Tag hart daran arbeiten müssen. 
 Aber das will ich, weil ich Dich will!"

Dieses Zitat fasst in vier Zeilen alles zusammen.
Mehr brauche ich fast nicht mehr zu sagen.
Ich lasse mir nichts kaputtmachen, von niemanden. Wenn, dann nur du und ich, aber niemand sonst hat ein Recht, sich einzumischen, auch wenn es mittlerweile zu spät ist. Das wissen wir. 
An diesem Wochenende habe ich mir einmal mehr geschworen, durchzuhalten. Ein Jahr noch. Nicht mehr und nicht weniger. Das möchte ich nicht zulassen. 
Vielleicht bin ich verrückt? Vielleicht halte ich womöglich an diesen Menschen fest und stehe später vor einem Scherbenmeer? Nur wünsche ich mir dann, dass wir diese dieses Glas gebrochen haben und wir UNSERE Scherben in den Händen halten, weil wir es nicht geschafft haben, aber niemals wegen anderen Menschen. Wenn, dann soll es unser Unheil sein.
Ich möchte damit nicht sagen, dass ich es heraufsehne, aber wenn es so sein sollte, wenn es irgendwann soweit kommen sollte, jemals, dann kann ich wenigstens behaupten das Versprechen, was ich mir selber gab, niemals gebrochen zu haben. 
Ein halbes Jahr und länger werde ich überstehen und die Zeit, die dann folgt... Dann ist es nicht mehr lang und vielleicht ändert sich dann wirklich alles.


"Such dir nicht den einfachen Weg aus. Hör auf, darüber nachzudenken, was die Leute wollen, hör auf, darüber nachzudenken, was ich will, was deine Eltern wollen. Was willst du? Was willst du?"

"Das die Trennung so wehtut, liegt daran, dass unsere Seelen verbunden sind. Vielleicht waren sie es immer schon und werden es immer bleiben. Vielleicht haben wir tausend Leben vor diesem gelebt und haben uns in jedem Leben gefunden. Und vielleicht sind wir in jedem dieser Leben aus dem gleichen Grund getrennt worden. (...) Doch aus einem Grund, den keiner von uns versteht, sind wir gezwungen, Abschied zu nehmen. 
Ich würde gerne sagen, dass sich alles für uns zum Guten wendet, und verspreche dir, mein Möglichstes dafür zu tun. (...) Wir werden uns wiederfinden, und wir werden uns dann nicht nur dieses eine Mal lieben, sondern immer und ewig."

Dienstag, 16. Oktober 2012

Ein neues Kapitel

Nicht jetzt, nicht heute, nicht morgen, aber bald genug, um sich ernsthaft darüber Gedanken zu machen!

Wie bringt man es Eltern bei, dass man recht bald etwa, nämlich schon in einem Jahr, fortgeht. Und mit Fortgehen meine ich nicht etwa, dass man mal für ein paar Monate nicht zu Hause sein wird. Ich meine vielmehr, dass man fortgeht im Sinne von Wegziehen- vielleicht für immer? Auf jeden Fall fast 6 Stunden Fahrt bis zur eigentlichen Heimat: Etwa 600 km weit in die Ferne zu dem Menschen, den ich liebe und mit dem ich mir etwas aufbauen möchte. Das erschwert die Lage ungemein. Wird es Streit geben? Ärger? 
Und wenn schon... Er und ich sagten uns ja: "Schlimmer als im letzten Jahr... ist das denn möglich?" Vielleicht normalisiert sich die Lage nach einiger Abstinenz von meinem bisherigen Wohnort. 
Bange wird mir selber beim Gedanken so ganz auf mich gestellt zu sein- Vorerst! Auch wenn die Angst besteht und die Ungewissheit da ist, was könnte später sein, hoffe ich, dass es klappt.


                                                                                                                                  ...neue Umgebung, neue Leute... Hoffentlich der "alte Er".
Vielmehr Angst als die mögliche komplette Abgeschiedenheit meiner Eltern, aufgrund von Interessenverschiedenheiten hinsichtlich dem, was ich erreichen möchte und was sie von mir verlangen, macht mir noch immer der bevorstehende Auslandseinsatz meines Freundes im Februar kommenden Jahres. 
Ausgerechnet in der Zeit wo er in einem der gefährlichsten Länder der Welt (Bei dem Gedanken läuft es mir eiskalt den Rücken hinunter) verweilt, muss ich mein Leben regeln- mehr oder weniger allein.
Ich erwarte keine mentale Unterstützung meiner Familie, wenn ich ihnen von meinen Plänen erzähle hier einiges aufzugeben, um mir woanders ein schöneres Leben mit ihm zusammen aufzubauen. Ich kenne das alte Zetern nur zu gut vonwegen, dass ich doch keine Ahnung davon habe, was es heißt glücklich zu sein.
Ich habe Angst vor dem Tag an dem er mich verlässt für acht Monate. Und ich habe Angst vor der Zeit, die danach kommt... Ich habe Angst, dass wir uns zu weit voneinander entfernen. Wir werden die Annäherung wieder lernen müssen und das Aufeinanderzugehen- Unterstützung Hand in Hand. Kämpfen. Hoffen. Lieben. Das Füreinander- Da sein- bedingungslos! 
Ich hoffe die Unterstützung wächst und mit ihr das Gefühl wieder für ihn da sein zu können. ES ZU WOLLEN! Auch wenn ich mir sicher bin, dass wir das schaffen wird es keine leichte Zeit für mich werden... Ganz im Gegenteil. Ich könnte Bäche weinen im Gedanken daran, ihn bald loslassen zu müssen. Und das tue ich manchmal. Für mich alleine abends auf meinem Bett während draußen das bunte Leben tobt!
Gerade jetzt würde es mir am schwersten fallen loszulassen. Ich muss!
Wenn das alles nicht funktioniert. Tja. Was ist dann? Wo bin ich dann? Ich stünde im Nichts. Der Glauben in all meine bisherigen Pläne ginge mir wohl verloren, doch daran mag ich nicht denken. Zumindestens nicht jetzt- noch nicht.

2013 wird ein schwarzes Jahr. Zumindestens war dies immer meine Assoziation im Bezug darauf. Inzwischen würde ich sagen, dass es grau ist und sich an wenigen Ecken wärmere Farben brechen. Ich male es also nicht mehr schwarz. Zumindestens nicht komplett. Positives wie negatives erwartet mich. Ich bin gespannt, wenn gleich ich es auch fürchte:

Ich ziehe fort. Ich werde an diesem Ort auf mich allein gestellt sein und ich habe schon jetzt meine Eltern im Nacken. Es graut mir ihnen davon zu berichten, sehen sie doch alles als sinnlos an und als Träumerei, die nicht funktionieren wird. Insgeheim wünschen sie mir das Glück, aber nicht mit ihm. Es wäre alles in Ordnung, stünde ich alleine. 
Blicke ich zurück... dann sehe ich die Unterstützung, aber nicht seitens meiner Eltern. Ganz im Gegenteil: Verbissen in ihrem Missgunst machen sie mir die Entscheidungen, die ich nun bald zu fällen habe kein Stück leichter... doch diese werden mich mehr und mehr in mein eigenes Leben führen, in dem ich die Verantwortung für mich selber tragen werde und es ihnen beweise. Vielleicht sind sie irgendwann stolz darauf, dass ich diese Entscheidungen für mich selber getroffen habe und diese Chancen genutzt habe. Vorrausgesetzt es verläuft alles so, wie ich es mir momentan aus tiefsten Herzen wünsche!





Wer sich liebt schafft alles zusammen, egal was die anderen sagen!
...und wir werden es schaffen!

Montag, 15. Oktober 2012

Manchmal bin ich mir selbst zu anstrengend

Eine Feststellung, die mir schon seit viel längerer Zeit im Kopf herumspukte, ich aber nie wirklich darüber nachdachte, irgendetwas daran zu ändern.

Warum ich ich es meiner Meinung nach bin?- Viel zu wenig Disziplin. Struktur, dass ist es, was mir fehlt. Ich denke, dass ich mir einiges an Stress erspare, wenn ich mir einfach im Klaren werden würde, dass sich etwas an meiner "Planung", die nie eine war, ändern muss, denn ich habe nämlich gar keine. Darin liegt das Problem. Es entsteht unnötige Anspannung und ich fange das hektische Kramen und Planen an... und das kurz vorm eigentlichen Termin. Ich denke, dass es vielleicht vielen so geht, aber meiner Auffassung nach ist das nicht gerade sehr vorteilhaft. Man möchte sich doch viel lieber auch mal mit anderen Dingen in Ruhe beschäftigen können, ohne im Hinterkopf zu haben, dass man noch einiges zu erledigen hat. Mit ein wenig Ordnung wäre ich wohl auch wesentlich entspannter und zufriedener. Aber nein. Es läuft immer auf das Gleiche hinaus: Selbstherbeigeführte Ablenkung, WEIL ich weiß, dass ich noch etwas zu erledigen habe. Vor allem die geistige Ablenkung, aber die kann ich nicht abstellen, obwohl ich es momentan versuche. Mir fällt es nun eben nicht leicht mein Leben quasi in zwei Hälften zu teilen: Das eine Leben mit mir selbst und das mit ihm... Innerlich ermahne ich mich schon immer selber, wenn ich merke, dass ich anfange unserern Wochenenden hinterher zu trauern. Sie waren doch schön, sie sind vorbei... aber sie kommen wieder! Doch jetzt konzentriere dich auf dich selber und auf das, was du dir vorgenommen hast! Es ist schwer, aber vielleicht schaffe ich es mit einiger Bemühung.
Und überhaupt ist meine Faulheit, die streckenweise für längere Wochen auftrifft oftmals Gift, obwohl ich mich bisher noch keinen Grund hatte mich in höherem Maße darüber zu beschwere, dass ich gar nichts mehr auf die Reihe bekomme. Bisher lief es immer noch glimpflich ab- Ich warte nur auf den großen Knall. 
Es fängt ja schon damit an, dass ich mir abends nicht einmal die fünf Minuten nehme, ob mir für den morgigen Tag etwas zu essen einzupacken... Nein, da gönne ich mir lieber noch die fünf Minuten längeren Schlaf, um dann morgens wie eine Verrückte durch die Flure zu rennen, während ich gleichzeitig meinen Schulkram zusammenräume und mit der anderen Hand die Tasse Kaffee jongliere. Meistens schaffe ich es dann auch nur gerade so noch zum Bus... in letzter Minute und im Eilschritt.
Sowas könnte man sich doch ersparen oder nicht? Aufschub ist auch ein sehr großes Problem, dass mir gerade auf den Kopf zu fallen scheint. Hatte ich doch zwei Wochen Ferien, um komplett die Schule aus meinem Gehirn zu verbannen, merke ich jetzt, wie viel Stress ich wegen meiner Faulheit bis zu den Weihnachtsferien vermutlich haben werde... Ich mag gar nicht daran denken. Vor den Ferien schienen all diese Termine noch weit weit weg, aber jetzt? Da geht nichts mehr ohne Planung und dabei wollte ich es mir bis zu den nächsten Ferien im Dezember noch schön gemütlich machen auf meinen vier Buchstaben und mit Freude zum Ende des Jahres blicken. 
Ich werde sehen, was mich jetzt noch erwartet. Man soll ja nicht bereits vorher schon den Teufel an die Wand malen.